„Ich habe hier unendlich viel gelernt“
Wenn Menschen nach belastenden Ereignissen Unterstützung brauchen, sind fachliche Kompetenz, Erfahrung und echtes Zuhören gefragt. Genau dafür setzt sich Katharina Butschek als Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle und des Projekts „Psychische Erste Hilfe“ im Wiener Gesundheitsverbund ein. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie Mitarbeiter*innen in schwierigen Situationen und sorgt dafür, dass sie rasch professionelle Unterstützung erhalten.
Im Interview „Teil von etwas Großem“ erzählt sie, warum sie die Arbeit mit Menschen begeistert, was sie an den vielen berührenden Begegnungen schätzt und weshalb sie das Projekt „Psychische Erste Hilfe“ besonders erfüllt. Dabei erlebt sie täglich, wie viele engagierte Mitarbeiter*innen im Wiener Gesundheitsverbund füreinander da sind und den berühmten „extra Meter“ gehen. Für sie macht genau dieses Miteinander den Unterschied: Menschen unterstützen, Sicherheit geben und gemeinsam etwas Sinnvolles bewegen.
Drei Worte, die dich am besten beschreiben?
Bei drei Worten, die etwas beschreiben habe ich sofort „quadratisch, praktisch, gut“ im Kopf und das verstehen nur Menschen meiner Generation (in den 60er Jahren geboren). Das war die Werbung für Rittersport-Schokolade. Also: kompetent, engagiert, humorvoll.
Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?
Ich liebe es, mit vielen verschiedenen Menschen zu tun zu haben und ihnen mit meinen Interventionen helfen zu können. Mir wird nie langweilig und ich höre viele spannende und oft auch sehr berührende Geschichten. Wenn Klient*innen dankbar, erleichtert und etwas hoffnungsvoller aus den Beratungen gehen, bin ich glücklich. Gleichzeitig darf ich Fortbildungen und Vorträge halten und das kommt mir entgegen, weil ich auch gerne über die interessanten und wichtigen Projekte und Themen, die in unseren Aufgabenbereich fallen, rede. In Beratungen ist ja eher Zuhören gefragt.
Würdest du deinen Job deinen Freund*innen weiterempfehlen?
Jederzeit. Ich glaube, dass auch viele Psycholog*innen Interesse hätten, bei uns zu arbeiten. Wir haben ein wunderbares Team, bestehend aus 7 Frauen, die alle ihren Job engagiert und mit Freude machen. Dazwischen haben wir es auch lustig miteinander und sind auch für einander da, wenn eine von uns mal belastet ist.
Was zeichnet die Zusammenarbeit mit so vielen Kolleg*innen und Berufsgruppen im Wiener Gesundheitsverbund aus?
Ich bin seit 2020 in der Psychologischen Beratungsstelle des Wiener Gesundheitsverbundes tätig und habe seitdem unendlich viel gelernt. Das meiste von den vielen Menschen, die ich im Zuge meiner Tätigkeit getroffen habe. Ich habe das Glück, auch in einigen Gremien zu sein und so Einblicke in andere Bereiche zu bekommen. Zudem erlebe ich im Zuge des Projekts „Psychische Erste Hilfe“, wie viele engagierte Mitarbeiter*innen es im WIGEV gibt, die den extra Meter gehen, weil ihnen ihre Kolleg*innen und ihre Dienststelle am Herzen liegen. Mit ihnen gemeinsam dieses sinnvolle Projekt zu entwickeln macht besonders große Freude.
Was macht den Wiener Gesundheitsverbund als Arbeitgeber aus und was unterscheidet ihn von anderen Arbeitgebern?
Der Wiener Gesundheitsverbund bietet einen sicheren Arbeitsplatz und hat einen sinnvollen, wenn auch manchmal schwierigen Auftrag. Wir haben hier sehr gute Dienstanweisungen für den Umgang mit schwierigen Themen wie Sucht am Arbeitsplatz, sexuelle Belästigung und Mobbing – und wir schulen Führungskräfte darin, gut mit solchen Vorfällen umzugehen. Das ist nicht überall so. Und es gibt eben unsere Beratungsstelle, in der man rasch und kostenlos, psychologische Unterstützung von sehr erfahrenen und gut ausgebildeten Psychologinnen bekommt.
Warum lohnt sich ein Job im Wiener Gesundheitsverbund?
Ich bin mit meinem Gehalt sehr zufrieden, habe große Freude an meiner Tätigkeit und treffe laufend nette Kolleg*innen. Allgemein betrachtet bietet der WIGEV die unterschiedlichsten Jobs, sichere Arbeitsplätze und ich beobachte auf vielen Ebenen das Bemühen, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter*innen laufend zu verbessern und an die jeweils herrschenden Anforderungen anzupassen.

